Erster Welt-Glaukomtag am 6. März 2008

Eine Initiative der „World Glaucoma Association“, die von der Glaukomkommission
der ÖOG – die im besonderen von Frau Doz. Mistlberger, Herrn Prof. Faschinger und
Herrn Dr. Hommer – in Österreich mit viel Engagement in die Tat umgesetzt wurde.
Als Sponsoren und Organisationshilfen standen dem Team die beiden Firmen MSD
und Pfizer mit kollegial-fairer Aufgaben- und Kostenteilung zur Seite.

Die Grundidee des Weltglaukomtages ist es, die Erkrankung aus ihrem Schattendasein zu befreien und in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Gefährlichkeit des Glaukoms zu schaffen bzw. in weiterer Konsequenz ab dem 40. Lebensjahr zur regelmäßigen Untersuchung beim Augenarzt aufzurütteln.

Durch eine Pressekonferenz am 28. 2. im MAK wurden die Medien über den Weltglaukomtag und die am 6. März österreichweit stattfindenden Informations- Veranstaltungen informiert. Unter dem Motto ?Rechtzeitig Erkennen statt Erblinden" brachten Herr Dr. Hommer, Herr Prof. Faschinger und Frau Doz. Mistlberger der Presse die Dringlichkeit dieses Informationstages und der Früherkennung der Erkrankung nahe. Die erschreckende Statistik spricht nach wie vor für sich: In Österreich leiden über 80.000 Personen am Glaukom, wovon bereits 35.000 sehbehindert sind und es gibt rund 8.000 bis 16.000 Neuerkrankungen.

Es wurde auch eindringlich darauf hingewiesen, was es für Betroffene bedeutet, an einem Glaukom zu erkranken, wie z.B. die starke Beeinträchtigung der Lebensqualität und die Gefahr, arbeitsunfähig zu werden.

Univ. Prof. Dr. Siegfried Meryn schilderte sehr anschaulich und bildhaft die Auswirkungen seiner eigenen Glaukom-Erkrankung: ?Mit 28 habe ich plötzlich alles nur mehr wie durch einen Grauschleier gesehen, aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig die Früherkennung ist." Der heute 53-Jährige ist in ständiger Behandlung und musste auch operiert werden.

Das mediale Interesse war sehr groß, u.a. war im ?Kurier" am 29.2. ein Artikel mit der Schlagzeile ?Der Gefahr ins Auge sehen - Ein Glaukom kann zur Erblindung führen, früh erkannt ist es aber gut zu behandeln. Eine Kampagne soll das bewusst machen", zu lesen.

Zusätzlich wurde die Bevölkerung durch Plakate zum Weltglaukomtag auf die in den jeweiligen Bundesländern stattfindenden Informations-Veranstaltungen aufmerksam gemacht.

Für die Planung und Organisation der Veranstaltungen in den Bundesländern sorgten in dankenswerter Weise mit viel Anteilnahme und Begeisterung die Fachgruppenvorsitzenden und viele niedergelassene, aber auch Augenärzte aus den Krankenhäusern.

Am Weltglaukomtag selbst wurden in fast allen Bundesländern Vorträge über Krankheitsbild, Früherkennung und Heimtücke des Glaukoms gehalten. In Wien, im Naturhistorischen Museum, fand eine große Informationsveranstaltung statt, die von Herrn Prof. Dr. Vass und Herrn OA Dr. Rigal - die zusätzlich eine laiengerechte Power- Point-Präsentation für alle Vortragswilligen gestaltet haben - bestritten wurde. Das Interesse an Laien-Fortbildung und Aufklärung ermutigt, für den nächstjährigen Welt-Glaukomtag vielleicht noch mehr Aktivitäten zu setzen, damit kein Mensch mehr an der zweithäufigsten Erblindungsursache der Welt erkranken muss.

 
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