Die Familie Steiner –
262 Jahre ununterbrochen im Dienst der Augenheilkunde, 59 Jahre Partner von Haag-Streit

Sebastian Steiner wandert im Jahr 1746 aus Böhmen kommen in Wien zu und betreibt am Graben eine Erzeugung von Gegenständen aus Schildpatt (Kämme, Fächer und Brillen). Seine Tochter Anna heiratet im Jahr 1801 Sebastian Fritsch, dieser übernimmt den Betrieb und spezialisierte sich auf die Erzeugung von Brillen. Sein Sohn Franz Fritsch nimmt an der Weltausstellung 1873 teil und erhält den Titel K.u.K. Hofoptiker. In der Folge werden - von Franz und Karl Fritsch, welche im Jahr 1880 den Betrieb übernehmen - auch erste ophthalmologische Handgeräte erzeugt.

Im Jahr 1896 feierte die Firma F. Fritsch ihr 150jähriges Jubiläum, auf der Litographie sieht man links ein beinahe fertiggestelltes Bogenperimeter, die beiden Herren im Vordergrund sind Franz und Karl Fritsch.

1920 zieht sich Franz Fritsch aus der Firma zurück und sein Bruder Karl führt die Geschäfte bis zu seinem Tode weiter, danach übernimmt seine Tochter Emilie Steiner (geb. Fritsch) die Firma. Die industrielle Fertigung wird nach und nach aufgegeben und das Schwergewicht auf den Import von ophthalmologischen Geräten gesetzt. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der seit 1949 bestehenden Generalvertretung der Firma Haag- Streit zu.

1969 übernimmt der promovierte Physiker Dr. Herbert Steiner nach dem Tode seiner Mutter die Firma. Generationen von Orthoptistinnen und Orthoptisten hat Dr. Steiner auch als gestrenger Lehrer für Physik an der orthoptischen Akademie am Wiener AKH in die Mysterien der Physik im Allgemeinen und der Optik im Speziellen eingeführt.

Im Juni 1998 kommt es zur Gründung der Fritsch Medizintechnik und Spezialoptik GmbH durch den jüngeren der beiden Söhne von Dr. Herbert Steiner, Mag. Bernhard Steiner. Kernprodukt und bis heute wichtigstes Produkt war und ist die Haag-Streit Spaltlampe und ausgehend davon hat sich die Fritsch GmbH rasch ein umfangreiches Sortiment an ophthalmologischen Spezialgeräten aufgebaut. Die erste ÖOG nach Gründung der jungen Firma fand in Bregenz statt und wurde auch gleich genutzt, um die damals neue Haag-Streit Spaltlampe BC900 vorzustellen.

Gegen Ende des Jahres 1999kam die Firma Haag-Streit auf mich zu, um über eine Ausweitung des Lieferprogramms zu sprechen - bis dato waren die Firmen des Haag-Streit Konzerns in Österreich durch drei Handelspartner vertrieben worden. Diese ersten Gespräche führten sehr rasch zur Entscheidung, der Firma Fritsch neben der Vertretung für die Haag-Streit Spaltlampe auch die Vertretungen von Interzeag (Octopus Perimeter) und Clement Clarke (Synoptophore, Handspaltlampen etc.) sowie Möller-Wedel (Sehzeichenprojektoren und Phoroptoren) zu übertragen. Die Haag-Streit Holding übernahm bei der Gelegenheit die Mehrheit der GmbH-Anteile an der Fritsch GmbH und die Firma wurde auf Haag-Streit Austria umbenannt. Diese Entscheidung wurde auf der AAO 1999 von Herrn Walter Inäbnit, Präsident des Verwaltungsrates von Haag-Streit, verkündet.

Wir - Mag. Steiner und sein Team - haben uns voll Stolz und mit Elan auf diese neue und spannende Herausforderung gestürzt und uns bemüht, der hohen Erwartungshaltung unserer Kunden an den Namen Haag-Streit gerecht zu werden. Eine unserer Zielsetzungen war, die Beratungsleistungen für die österreichischen Augenärztinnen und -ärzte zu verstärken. So sind wir im Frühjahr 2002 mit der oberösterreichischen Spezial- Möbelwerkstätte Schneiderbauer eine Kooperation eingegangen um kompetente Hilfe beim Umbau von bestehenden und der Errichtung von neuen Ordinationen anbieten zu können. Die erste Ärztin, die uns ein komplettes Ordinationsgestaltungsprojekt anvertraute war Dr. Marta Otott. Ihre Ordination in der Theresiengasse in 1180 Wien ging im Sommer 2002 in Betrieb.

In den folgenden Jahren konnten wir zahlreiche Augenärztinnen und Augenärzte durch unsere gute Beratung bei derPlanung und Betreuung bei der Ausführung davon überzeugen, uns als Partner bei ihren anspruchsvollen Vorhaben auszuwählen (in einzelnen Ausgaben von ?Medical Network" haben wir berichtet). Als wir dann im Jahr 2004 die neue Haag-Streit Untersuchungseinheit HS-2010 vorstellten, gab das unseren Bestrebungen, führender Anbieter im Einrichtungsbereich zu werden, noch mehr Schwung. Die erste HS-2010 ging nach Linz zu Herrn Dr. Bernhard Stückler. Und bis heute sind dieser ersten beinahe 30 weitere gefolgt.

Letztes Jahr fand die ÖOG gemeinsam mit der SOE in Wien statt und das Team von Haag- Streit Austria hat gemeinsam mit den Kollegen aus Bern einen sehr erfolgreichen Messeauftritt für alle Produkte aus dem Lieferprogramm des Haag-Streit Konzerns gestaltet. Das positive Feedback von unseren Schweizer Kollegen, unseren weiteren Geschäftspartner und - am allerwichtigsten - von zahlreichen Augenärztinnen und -ärzten aus dem In- und Ausland hat uns sehr gefreut.

Ein ganz großes Anliegen ist uns die partnerschaftliche Unterstützung der österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte. von Diagnosegeräten für Publikumsveranstaltungen (Tag des Auges, Männergesundheitstage, Fem-Vital Frauengesundheitstage, Science- Week und ähnliche Veranstaltungen) oder durch Mitwirkung bei der Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen. Letzteres hat ?ganz klein" im Jahr 2002 bei den Galifa Refraktionskursen in Salzburg begonnen, später sind dann die Schielkurse des Consilium Strabologicum Austriacum dazugekommen und im September 2006 war dann ein absoluter Höhepunkt mit dem Perimetriesymposium in Altlengbach erreicht, dort konnten wir über 120 Augenäztinnen und - ärzte begrüßen. Am SLTSymposium in Salzburg haben wir im Oktober 2007 erstmals den Schritt zur Live-Behandlung von PatientInnen vor dem Auditorium gewagt und beim Tumorupdate in Graz im Jänner 2008 war die Live- Untersuchung von PatientInnen mit einem OCT und einem Ultraschallgerät schon fast selbstverständlich.

An dieser Stelle möchte ich mich jetzt einmal auch im Namen des Teams von Haag-Streit Austria von ganzem Herzen für Ihr Vertrauen bedanken - ich hoffe, dass wir uns dieses Vertrauens würdig erweisen. In der Hoffnung, dass wir auch in Zukunft für Sie zu den wichtigsten Ansprechpartnern gehören, wünscht Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr

Ihr Bernhard Steiner

 
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