13.01.2020

WOG: Frühgeborenenretinopathie

Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Eva Stifter und Dr. Sandra Rezar-Dreindl, PhD waren die Referentinnen der ersten wissenschaftlichen Sitzung der Wiener Ophthalmologischen Gesellschaft (WOG) im Jahr 2020. Themen: Frühgeborenenretinopathie und Imaging bei ROP.

Wie Prof. Stifter ausführte, sind wesentliche Risikofaktoren für ROP ein Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm ein Gestationsalter unter 33 Wochen und eine Sauerstofftherapie über einen längeren Zeitraum und mit hoher Sättigung. Hier liegen auch die Einschlusskriterien für ein ROP-Screening mit dem Ziel der Erfassung aller Frühchen im optimalen therapeutischen Fenster. Als Behandlung kommen neben der Verödung der avaskulären Zone durch Laserkoagulation seit einer EMA-Zulassung von Ranibizumab für diese Indikation auch eine aVEGF-Injektionstherapie basierend auf den Ergebnissen der RAINBOW-Studie zur Verfügung. Ziel ist ein ein Stopp der Neovaskularisation und die Normalisierung der Gefäßentwicklung. Die Herstellerfirma bietet ein "Visisure"-Training zur exakten Dosierung und Applikation an. Für das Imaging bei Frühgeborenenretinopathie kommen laut Dr. Rezar-Dreindl die Indirekte Ophthalmoskopie als Standard, Widefield-Aufnahmen, die Floureszenz-Angiographie, die Optische Kohärenztomographie (OCT) und die OCT- Angiographie in Frage. Die OCTA ist hilfreich, um die sich entwicklende Netzhaut und die choroidale Gefäßarchitektur darzustellen. Sie ermöglicht ein besseres Verständnis über das normale retinale Gefäßwachstum und die Entwicklung von abnormen Gefäßen und Neovaskularisationen.

Moderiert hat die Sitzung der Präsident der WOG, Assoc.-Prof., Priv.-Doz. Dr. Günther Weigert.

Die Wahl der neuen Vorstandmitglieder wurde nach Vorstellung eines zusätzlichen Kandidaten für die WOG-Präsidentschaft und einer intensiven Geschäftsordungsdebatte auf eine künftige WOG-Sitzung am 27. Januar vertagt.

Fotos: Medical Nework | Dr. Erich Feichtinger und Martin Tembl









































 

 

 

 

www.augenarzt.at