11.11.2019

WOG: Retten, Repositionieren, IOL-Tausch

Ao. Univ. Prof. Dr. Claudette Abela-Formanek referierte bei der wissenschaftlichen Sitzung der WOG über chirurgische Strategien zu Erhalt und Ersatz dislozierter Intraokularlinsen. Als Optionen stehen die Reposition durch Irisfixation, die Reposition in den Sulcus und der IOL-Tausch zur Verfügung. Ein Großteil der Studien zeigte keine signifikante Unterschiede zwischen Austausch und Reposition. Die Referentin zeigte das Schema einer Irisnahtfixierten Hinterkammerlinse - eine anspruchsvolle und zeitaufwendige Operationstechnik. Bei skleralen Fixationen wird Off-label auch Goretex-Nahtmaterial eingesetzt, intrasklerale nahtlose Haptikfixationen erfolgen nach Scharioth (mit instraskleralem Tunnerl), nach Argawal (geklebt) oder nach Yamane (mit "flanged" Haptiken"). Die Iris Claw IOL (Artisan) kann sowohl prä- als auch retropupillär eingesetzt werden. Neu, aber zum Zeitpunkt des Referates noch nicht erhältlich: Die CARLEVALE Skleral-IOL mit T-Haptik von Physiol, bei der es keine Bindehauterosionen durch die Haptik geben wird und die axiale Stabilität verspricht.

Moderiert wurde die Sitzung vom Präsidenten der WOG, Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Günther Weigert.

Die nächste wissenschaftliche Sitzung der Wiener Ophthalmologischen Gesellschaft (WOG) findet am 9. Dezember statt.

Fotos: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger

























 

 

 

 

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