26.09.2018

ESCRS 2018: PEX-Symposium

Prof. Dr. Rupert Menapace und Prof. Dr. Michael Amon referierten beim von Prof. Dr. Oliver Findl und Prof. Dr. Daniel Epstein geleiteten ESCRS Main Symposium zu Thema Pseudoexfoliationssyndrom (PEX). PEX ist eine wenig erforschte aber häufige Erkrankung mit einer Prävalezrate von vermutlich bis zu 30 Prozent bei über-60jährigen. PEX ist auch die bedeutendste indentifizierte Glaukomursache. Hierbei kommt es durch feinfibrilläre Ablagerungen auf der Linse und im Kammerwinkel zu Behinderungen des Kammerwasserabflusses und infolge zu teils massiven Drucksteigerungen. Das Ablagerungsmaterial findet man nicht nur im Auge, sondern auch in anderen Organen, wie Herz, Lunge. Leber, Niere oder Gallenblase. Professor Anastasios Konstans sprache von einer "Epidemiological Time Bomb", weil es weltweit bereits an die 80 Millionen PEX-PatientInnen gibt, von denen mindestens ein Drittel innerhalb von 10 Jahren einen erhöhten IOD entwickeln. Professor Dr. Michael Amon schilderte intraoperative Komplikationen  bei PEX-Erkrankten und zeigte, mit welchen Methoden diese Risiken gemindert werden können. Professor Dr. Rupert Menapace beschäftigte sich mit der "Late-in-the-bag-dislocation" und gab Ratschläge, wie mit dem geschwächten Zonulaaparat schonend umgegangen werden kann.

Fotos: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger


 

 

 

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