13.10.2018

Schönbrunn: Glaukom im Herbst

OA Dr. Anton Hommer und Univ.-Prof. Dr. Christoph Faschinger präsentierten die dritte Auflage der erfolgreichen Fortbildung "Glaukom im Herbst". Bei der Absolvierung eines einführenden Wissenstests zur Selbstevaluierung am ersten Veranstaltungstag wird manchen das geflügelte Wort "scio ut nescio" eingefallen sein. Ihrer Sache sicher waren sich die Unternehmensrepräsentanten, die in der "Stunde der Industrie" ihre Produkte vorstellten. Im ersten Vortrag versuchte Prim. Prof. Dr. Michael Bach, zu vermitteln, wie man mit den Ängesten von Patienten aber auch mit den eigenen Ängsten umgeht. Er schlug Verbesserungen im Kommunikationsstil vor und zeigte Beipiele von erfolgreichen Gesprächstechniken.

Prof. Dr. Günther Krieglstein - Altmeister der Glaukombehandlung - widmete sich dem Thema der glaukomatösen Opticusneuropathie und ihrer Differenzialdiagnose. Dass beim Themenfeld Big Date - Deep Learning - Machine Learning - AI in der Ophthalmologie Salzburg die Nase vorne hatte, zeigte Univ.-Prof. Dr. Herbert Reitsamer. Dort hat man sich schon 2003 mit Neuronalen Netzwerken in der Risikoprognose für Glaukome beschäftigt. Die "Salzburg Moorfields Collaborate Glaucoma Study" erwies sich als treffsicher und hat bei zwei Dritteln der Probanden eine Prognose abgegeben und fast 100 Prozent davon korrekt als "10 Jahre POAG-frei" prognostiziert. Prof. Dr. Jörg Stürmer, Direktor der Augenklinik am Kantonsspital Winterthur, präsentierte mit dem Tomey Casia 2 OCT erstellte Befunde im Vordersegment-OCT, die nicht nur für Glaukomatologen von Interesse sind.

Interaktiv erfolgte die vertiefende weitere Wissensvermittlung in drei Workshops, die auch die Möglichkeit zum hands on training an Diagnosegeräten unter Anleitung von Unternehmensexperten boten. Dass "Glaukom im Herbst" weiter an Bedeutung gewonnen hat, verdeutlichte der Besuch und das Geleitwort des ÖOG-Präsidenten Dr. Peter Gorka.

Am zweiten Veranstaltungstag loteten die wissenschaftlichen Vorträge aus, welche Diagnoseformen wofür taugen, welche Behandlungsformen erfolgversprechend und angebracht sind, wie der Zusammenhang von Glaukom und Makuladegeneration ist und was von konservierungsmittelfreien Therapeutika zu halten ist.

Fotos 1. Tag: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger

Fotos 2. Tag: Mag. Bernhard Steiner

 

 

 

 

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