08.10.2018

WOG: Lasertherapie

Ao. Univ.-Prof. Dr. Christoph Scholda (Foto) und Dr. Gábor-György Deák informierten in der wissenschaftlichen Oktober-Sitzung der WOG über Aspekte der Laserbehandlung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Wolf Bühl. Scholda setzte sich mit Gegenwart und Zukunft der Laserbehandlungen bei Diabetischer Retinopathie auseinander und zeigte anhand der Studienlage, dass der Laser - oft mit Verzögerung - wirkt, auch wenn die Behandlung mit Anti-VEGF oft effektiver ist. In speziellen Situationen kann die Lasertherapie durchaus noch als Alternative eingesetzt werden. Jedenfalls muß die Art der Therapie auf die Erfordernisse und die Situation der Patienten zugeschnitten sein. Die Zukunft könnte in Kombinationstherapien liegen.

Dr. Gábor-György Deák gab einen Überblick über klinische Anwendungen der Lasertherapie bei Netzhautdefekten, Gefäßverschlüssen und Glaskörpererkrankungen. Er zeigte, in welchen Fällen von Venenverschlüssen etwa ein Grid Laser empfohlen ist und in welchen Fällen Studien keine Vorteile von Laserbehandlungen gefunden haben. Aufgelistet wurde, wann bei Netzhautdefekten eine Laserbehandlung angezeigt ist und wann nicht. Dr. Deák verglich auch die Vor- und Nachteile von Vitrektomie und Nd:YAG-Laser Vitreolyse bei der Behandlung von Glaskörpertrübungen ein und zeigte, dass die Laserbehandlung Floater nicht verschwinden lässt, sondern sie in kleinere Teile zerlegt oder ausserhalb der optischen Sehachse verlagert. Bei Patienten mit multifokalen IOLs ist eine ND:YAG Laser Vitreolyse nicht möglich.

Fotos: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger

 

 

 

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