08.03.2018

Weltglaukomtag: Diagnose nicht vom Optiker

Optiker seien die falsche Adresse, wenn es um Glaukomdiagnostik geht, betonte Univ. Prof. Dr. Christoph Faschinger anlässlich des Weltglaukomtages 2018.

Faschinger: "Gegen das Glaukom hilft keine Brille. Ein Optiker stellt Brillen her, kann aber keine Diagnose zu einer Augenerkrankung erstellen. Ausschließlich die Augenärztin beziehungsweise der Augenarzt verfügen über das medizinische Fachwissen und die entsprechenden Diagnosetechniken. Weiters kann auch nur von fachärztlicher Seite eine Behandlungsentscheidung getroffen werden."

Notwendig sei es, so der Glaukomexperte von der Universitätsklinik Graz, ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich den Augenarzt aufzusuchen, auch wenn man sich wegen eines Termins manchmal ein wenig gedulden müsse. Eine Argumentation, die auch Chris Lohner, die sich seit 17 Jahren als Botschafterin von Licht ins Dunkel zugunsten augenkranken und blinder Menschen in Entwicklungsländern engagiert, vehement unterstützt: "Mein Aufruf an alle - nutzen Sie das exzellente medizinische Angebot, das unser Land bietet, gehen Sie einmal pro Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zum Augenarzt. Eine Erblindung durch ein Glaukom lässt sich hierzulande bei rechtzeitiger Entdeckung meist verhindern."

Immerhin sind - so Oberarzt Dr. Anton Hommer, Vorsitzender der Glaukom-Kommission der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft - "beim Glaukom einmal aufgetretene Schäden irreversibel. Eine Verbesserung des Sehvermögens ist mit keiner Behandlungsform mehr möglich."

Fotos: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger

 

 
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