14.10.2017

Rudolfstiftung: Medical Retina Round Table

Priv. Doz. Dr. Siamak Ansari-Shahrezaei hatte die wissenschaftliche
Leitung des Rudolfstiftung Medical Retina Round Table im Wiener Hotel
Savoyen.

Univ.-Prof. Dr. Michael Stur (Wien),  OÄ Dr. Martina Astecker (Klinikum
Wels-Grieskirchen), Dr. Josef Leitner (Oberpullendorf; Tagesklinik für
Augenheilkunde), Dr. Peter Datlinger (Mattersburg und Tagesklinik für
Augenheilkunde in Oberpullendorf), OA Dr. Michael Pascher (LK Horn) und
Dr. Martin Stattin und Dr. Julia Forster (KH Rudolfstiftung, Wien) stellten Fälle aus ihrer
klinischen Praxis vor, die von Dozent Dr. Ansari-Shahrezaei kommentiert und von den
Teilnehmern der Veranstaltung intensiv diskutiert wurden. Die Referenten
stellten Diagnosen und Differentialdiagnosen der oft sehr komplexen
klinischen Fälle vor und beschrieben den Therapieverlauf.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Bayer Austria Ges.m.b.H.
L.AT.MKT.10.2017.6808.

Fotos: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger

Eylea® Fachkurzinformation

Bezeichnung des Arzneimittels: Eylea40 mg/ml Injektionslösung in einer Durchstechflasche. (Vor Verschreibung bitte die Fachinformation beachten). Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Wirkstoff: 1 ml Injektionslösung enthält 40 mg Aflibercept*. Jede Durchstechflasche enthält 100 µl, entsprechend 4 mg Aflibercept. Diese Menge reicht aus, um eine Einzeldosis von 50 µl, in denen 2 mg Afliberceptenthalten sind, anzuwenden. *Fusionsprotein aus Fragmenten der extrazellulären Domänen der humanen VEGF-Rezeptoren (vaskulärer endothelialerWachstumsfaktor) 1 und 2 und dem Fc-Fragment des humanen IgG1, hergestellt in Ovarialzellen chinesischer Hamster (CHO) vom Typ K1 mit Hilfe rekombinanter DNA- Technologie. Sonstige Bestandteile: Polysorbat20, Natriumdihydrogenphosphat1H2O, Dinatriumhydrogenphosphat7H2O, Natriumchlorid, Sucrose, Wasser für Injektionszwecke. PharmakotherapeutischeGruppe: Ophthalmika/ Antineovaskuläre Mittel. ATC-Code: S01LA05. Anwendungsgebiete: Eyleawird angewendet bei Erwachsenen zur Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration(AMD), einer Visusbeeinträchtigungaufgrund eines Makulaödemsinfolge eines retinalenVenenverschlusses (RVV) (Venenastverschluss [VAV] oder Zentralvenenverschluss [ZVV]), einer Visusbeeinträchtigungaufgrund eines diabetischen Makulaödems(DMÖ) und einer Visusbeeinträchtigungaufgrund einer myopen choroidalenNeovaskularisation (mCNV). Dosierung und Art der Anwendung: Nur zur intravitrealenInjektion. Jede Durchstechflasche sollte nur für die Behandlung eines einzelnen Auges verwendet werden. Applikation nur von einem qualifizierten Arzt mit Erfahrung in der Durchführung intravitrealerInjektionen. Empfohlene Dosis: 2 mg Aflibercept(0,05 ml) entsprechend 50 Mikroliter. Feuchte AMD: Initialbehandlung: 3 Injektionen im monatlichen Abstand, gefolgt von 1 Injektion alle 2 Monate. Eine Verlaufskontrolle zwischen den Injektionen ist nicht notwendig. Nach den ersten 12 Monaten der Behandlung kann das Behandlungsintervall basierend auf dem funktionellen und/oder morphologischen Befund entsprechend einem "TreatandExtend" Dosierungsschema verlängert werden. Dabei werden die Behandlungsintervalle schrittweise verlängert, um einen stabilen funktionellen und/oder morphologischen Befund aufrecht zu erhalten. Allerdings liegen zu wenige Daten vor, um auf die Länge dieser Intervalle schließen zu können. Wenn sich der funktionelle und/oder morphologische Befund verschlechtert, sollte das Behandlungsintervall entsprechend verkürzt werden. In diesem Fall sollte das Kontrollintervall durch den behandelnden Arzt festgelegt werden, dieses kann häufiger sein als das Injektionsintervall. RVV (Venenastverschluss [VAV] oder Zentralvenenverschluss [ZVV]): Nach der Initialinjektion wird die Behandlung monatlich fortgeführt. Der Abstand zwischen zwei Dosierungen sollte nicht kürzer als ein Monat sein. Wenn der funktionelle und morphologische Befund darauf hinweisen, dass der Patient nicht von einer weiteren Behandlung profitiert, sollte die Behandlung mit Eyleabeendet werden. Die monatliche Behandlung wird fortgeführt bis der maximale Visuserreicht ist und/oder keine Anzeichen von Krankheitsaktivität mehr zu erkennen sind. Drei oder mehr aufeinanderfolgende monatliche Injektionen können notwendig sein. Unter Aufrechterhaltung des funktionellen und/oder morphologischen Befundes kann das Behandlungsintervall entsprechend einem "TreatandExtend"-Schema schrittweise verlängert werden, allerdings liegen zu wenige Daten vor, um auf die Länge dieser Intervalle schließen zu können.Wennsich der funktionelle und/oder morphologische Befund verschlechtert, sollte das Behandlungsintervall entsprechend verkürzt werden. Die Kontroll- und Behandlungstermine sollten durch den behandelnden Arzt basierend auf dem individuellen Ansprechen des Patienten festgesetzt werden. Die Kontrolle der Krankheitsaktivität kann eine klinische Untersuchung, eine funktionelle Untersuchung oder bildgebende Verfahren (z. B. eine optische Kohärenztomographie oder eine Fluoreszenzangiographie) beinhalten. Diabetisches Makulaödem: Initialbehandlung: fünf aufeinanderfolgenden monatlichen Injektionen, gefolgt von einer Injektion alle zwei Monate. Eine Verlaufskontrolle zwischen den einzelnen Injektionen ist nicht notwendig. Nach den ersten 12 Monaten der Behandlung mit Eyleakann das Behandlungsintervall basierend auf dem funktionellen und/oder morphologischen Befund entsprechend einem "TreatandExtend" Dosierungsschema verlängert werden. Dabei werden die Behandlungsintervalle schrittweise verlängert, um einen stabilen funktionellen und/oder morphologischen Befund aufrecht zu erhalten. Allerdings liegen zu wenige Daten vor, um auf die Länge dieser Intervalle schließen zu können. Wenn sich der funktionelle und/oder morphologische Befund verschlechtert, sollte das Behandlungsintervall entsprechend verkürzt werden. Das Kontrollintervall sollte durch den behandelnden Arzt festgesetzt werden. Wenn der funktionelle und morphologische Befund darauf hinweisen, dass der Patient nicht von einer weiteren Behandlung profitiert, sollte die Behandlung mit Eyleabeendet werden. Myope choroidaleNeovaskularisationEine einzelne Injektion wird verabreicht. Wenn der funktionelle und/oder morphologische Befund darauf hinweisen, dass die Erkrankung weiterhin besteht, können weitere Injektionen erfolgen. Ein wiederholtes Auftreten sollte als erneute Manifestation der Krankheit behandelt werden. Das Kontrollintervall sollte durch den behandelnden Arzt festgesetzt werden. Der Abstand zwischen zwei Injektionen sollte nicht kürzer als ein Monat sein. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Afliberceptoder einen der sonstigen Bestandteile. Bestehende oder vermutete okulare oder periokulareInfektion. Bestehende schwere intraokulare Entzündung. Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen: IntravitrealeInjektionen können zu einer Endophthalmitis, intraokularer Entzündung, rhegmatogenerNetzhautablösung,Einriss der Netzhaut oder iatrogener traumatischer Katarakt führen. Wenden Sie immer angemessene aseptische Injektionsmethoden an. Zusätzlich sollten die Patienten innerhalb der ersten Woche nach der Injektion überwacht werden, um im Falle einer Infektion eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen. Die Patienten müssen alle Symptome, die auf eine Endophthalmitisoder auf eines der oben aufgeführten Ereignisse hinweisen, unverzüglich melden. Anstiege des Augeninnendrucks (IOP) wurden innerhalb von 60 Minuten nach intravitrealenInjektionen beobachtet. Besondere Vorsicht ist bei schlecht eingestelltem Glaukom geboten (keine Injektion solange IOP ≥ 30 mmHg). In allen Fällen müssen sowohl IOP als auch die Perfusion des Sehnervenkopfes überwacht und angemessen behandelt werden. Möglichkeit der Immunogenität. Weisen Sie die Patienten darauf hin, alle Anzeichen oder Symptome einer intraokularen Entzündung, z. B. Schmerzen, Photophobie oder Rötung, zu berichten, da diese klinische Anzeichen einer Überempfindlichkeit sein könnten. Systemische Nebenwirkungen inklusive nicht-okularer Hämorrhagien und arterieller thromboembolischerEreignisse wurden nach intravitrealerInjektion von VEGF-Hemmernberichtet. Die Sicherheitund Wirksamkeit einer gleichzeitigen Behandlung beider Augen mit Eyleawurde nicht systematisch untersucht. Es liegen keine Erfahrungen zur gleichzeitigen Behandlung von Eyleamit anderen anti-VEGF Arzneimitteln (systemisch oder okular) vor. Zu den Risikofaktoren, die nach einer anti-VEGF Therapie bei feuchter AMD zur Entwicklung eines retinalenPigmentepitheleinrisses führen können, gehören großflächige und/oder hohe Abhebungen des retinalenPigmentepithels. Zu Therapiebeginn ist Vorsicht geboten bei Patienten, die diese Risikofaktoren für das Auftreten von retinalenPigmentepitheleinrissen aufweisen. Aussetzen der Behandlung bei Patienten mit rhegmatogenerNetzhautablösung oder MakulalöchernGrad 3 oder 4. Aussetzen der Injektion und Wiederaufnahme der Behandlung bei Einriss der Retina erst wenn der Riss adäquat verheilt ist. Aussetzen der Behandlung und nicht vor dem nächsten geplanten Termin fortsetzen bei: Verminderung der bestmöglich korrigierten Sehschärfe von ≥ 30 Buchstaben im Vergleich zur letzten Messung; subretinaleBlutung, mit betroffenem Zentrum der Foveaoder bei Größe der Blutung ≥ 50 % der gesamten betroffenen Läsion. Aussetzen der Behandlung 28 Tage vor oder nach einem durchgeführten oder geplanten intraokularen Eingriff. Eyleasollte während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden, es sei denn der mögliche Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für den Fetus. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für mindestens 3 Monate nach der letzten intravitrealenInjektion von Aflibercepteine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. _Personengruppen mit begrenzten Daten:_Es gibt begrenzte Erfahrung bei der Behandlung von Patienten mit ischämischenZVV und VAV. Bei Patienten mit den klinischen Anzeichen eines irreversiblen, ischämischen Visusverlustesist die Behandlung nicht empfohlen. Es gibt nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Personen mit einem aufgrund eines Typ I-Diabetes verursachten DMÖ oder bei Diabetikern mit einem HbA1c über 12 % oder mit proliferativer diabetischer Retinopathie. Eyleawurde nicht untersucht bei Patienten mit aktiven systemischen Infektionen oder bei Patienten, die gleichzeitig andere Augenerkrankungen wie eine Netzhautablösung oder ein Makulalochhatten. Es gibt begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung mit Eyleabei Diabetikern mit nicht eingestelltem Bluthochdruck. Das Fehlen dieser Information sollte bei derBehandlung dieser Patienten berücksichtigt werden. Es gibt keine Erfahrungen zur Behandlung einer mCNVmit Eyleabei nicht-asiatischen Patienten, bei Patienten mit vorbehandelter mCNVund bei Patienten mit extrafovealenLäsionen. Nebenwirkungen: _Sehr häufig_: verminderte Sehschärfe, Bindehautblutung, Augenschmerzen. Häufig: Einriss des retinalenPigmentepithels (bekanntermaßen mit feuchter AMD assoziiert, nur in AMD-Studien beobachtet), Abhebung des retinalenPigmentepithels, Netzhautdegeneration, Glaskörperblutung, Katarakt, Kernkatarakt, Kortikale Katarakt,SubkapsuläreKatarakt, Hornhauterosion, Hornhautabrasion, erhöhter intraokularer Druck, verschwommenes Sehen, Glaskörpertrübung, Glaskörperabhebung, Schmerzen an der Injektionsstelle, Fremdkörpergefühl im Auge, erhöhter Tränenfluss, Augenlidödem, Blutung an der Injektionsstelle, Keratitis punctata, Bindehauthyperämie, okuläreHyperämie; _Gelegentlich: _Überempfindlichkeit (Aus Beobachtungen der Anwendung nach Markteinführung Berichte von Überempfindlichkeit einschließlich Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria und in Einzelfällen schwere anaphylaktische/anaphylaktoideReaktionen), kulturpositive und kulturnegative Endophthalmitis, Netzhautablösung, Iritis, Uveitis, Iridocyclitis, Netzhauteinriss, Linsentrübung, Hornhautepitheldefekt, Reizung an der Injektionsstelle, abnorme Empfindung im Auge,Reizung des Augenlids,Schwebeteilchen in der Vorderkammer, Hornhautödem; _Selten:_Erblindung, traumatische Katarakt, Vitritis, Hypopyon. _Beschreibung __einiger __ausgesuchter Nebenwirkungen:_Die Phase-III-Studien zur feuchten AMD zeigten eine erhöhte Inzidenz von Bindehautblutungen bei Patienten, die antithrombotische Arzneimittel erhielten. Arterielle thromboembolischeEreignisse (ATE) sind Nebenwirkungen, die möglicherweise mit der systemischen VEGF-Hemmung in Verbindung stehen. Es besteht ein theoretisches Risiko arterieller thromboembolischerEreignisse inklusive Schlaganfall und Myokardinfarkt nach intravitrealerAnwendung von VEGF-Hemmern. Wie bei allen therapeutischen Proteinen besteht ein Potential für Immunreaktionen. Pharmazeutischer Unternehmer: Bayer AG, 51368 Leverkusen, Deutschland Verschreibungs-/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation.

Stand der Information: 07/2017

 
www.augenarzt.at