18.11.2017

LOG: gaudeamus igitur

Univ.-Prof. Dr. Matthias Bolz (Foto) führte mit den diesjährigen Linzer Ophthalmologischen Gesprächen "gaudeamus igitur" eine Veranstaltungs-Erfolgsstory weiter. Tagungsort der von Professor Priglinger vor Jahren ins Leben gerufenen bereits traditionellen Veranstaltungsreihe war diesmal die voestalpine Stahlwelt.

Vertreter des Landes, der Universität und der Universitätsklinik waren sich in ihren Grussworten einig, dass die Linzer Augenklinik nach einer wechselhaften Entwicklung mit ihrem Vorstand Univ.-Prof. Dr. Matthias Bolz wieder zu einem Höhenflug ansetzt und Forschung wie Lehre erfolgreich vorantreibt.

Was schon geschehen ist und was noch ansteht, berichtete Bolz unter der Überschrift ("Von der Vision zu den ersten Ergebnissen"). Dem Veranstaltungstitel "gaudeamus igitur" ("Wir wollen also fröhlich sein") kam gleich Prof. Daniel Mojon als begnadeter Opththalmo-Edutainer mit seinem "Wunschkonzert" von Tipps und Tricks für die ophthalmologische Untersuchung nach. Priv.-Doz. Dr. Theofilos Tourtas steuerte Erfahrungen aus 8 Jahren DEMEK in St. Gallen bei. Das Linzer DMEK Register stellte OA Dr. Peter Laubichler vor. OA Dr. Paul Jirak visualisierte das Thema Hornhautchirurgie mit spannenden OP-Videos und brachte Ideen, welche Rolle der Femtosekundenlaser in diesem Chirurgiebreich spielen könnte. Professor Dr. André Mermoud zeigte eine in Entwicklung befindliche neue Variante der chirurgischen Glaukomversorgung. Ein State-of-the-Art des OCT-Imaging kam von Univ.-Prof. Dr. Ursula Schmidt-Erfurth. Sie zeigte eindruckvoll, wie stark bereits Behandlungsentscheidungen von OCT-Aufnahmen abhängen und wie diese Bildgebung die Ophthalmologie noch prägen wird. Priv.-Doz. Dr. Rupert Strauss, gab Einblicke in das Design klinischer Studien bei Morbus Stargardt, Univ.-Prof. Dr. Hendrik Scholl schilderte Therapien in Entwicklung für die erbliche Netzhaut- und Makuladegenerationen. Zu den prominenten und international anerkannten Experten, die einen Beitrag zu den diesjährigen Linzer Ophthalmologischen Gesrächen leistete, zählt fraglos Univ.-Prof. Dr. Eberhard Zrenner: Er teilte seine Erfahrungen in der Entwicklung der Netzhautprothetik mit den Teilnehmern der LOG. "Von der organischen Photovoltaik zur künstlichen Netzhaut" führte o. Univ.-Prof. Mag. DDr.h.c. Niyazi Serdar Sariciftci die Überlegungen Zrenners als "Linzer Vision" fort.

Parallel zur ärztlichen Fortbildung wurde auch 2017 in Linz wieder ein Pflegeforum für augenärztliches Assistenzpersonal geboten. Allein dafür gab es 300 Anmeldungen, insgesamt konnte Prof. Bolz mehr als 500 Gäste bei der LOG willkommen heissen. Dass die Veranstaltung erneut völlig kostenlos angeboten werden konnte, lag am Beitrag der unterstützenden Unternehmen, die sich an der LOG-Industrieausstellung in der Stahlwelt beteiligten.

Fotos: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger

 

 

 
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