04.11.2017

Pharm-Allergan Update: Glaukom - Trockenes Auge - Retina

Prim. Univ.-Prof. Dr. Matthias Bolz und Priv.-Doz. Dr. Georg Mossböck hatten die wissenschaftliche Leitung des 7. MuseumsQuartier Treffen mit den Schwerpunkten Retina, Glaukom und Trockenes Auge.

Dr. Sonja Karst präsentierte die neuen EURETINA Guidelines für die Behandlung des Diabetischen Makulaödems. Ozurdex wird als first choice bei Patienten empfohlen, bei denen in der Vergangenheit ein schwerwiegendes kardiovaskuläres Ereignis aufgetreten ist sowie bei Patienten, die nicht monatlich zur Injektion kommen können. Zudem ist ein möglichst früher Einsatz bei pseudophaken Patienten zu empfehlen. Ozurdex wird auch empfohlen bei anti-VEGF Non- Respondern, wenn nach 3 bzw. höchstens 6 Injektionen keine ausreichende Verbesserung erreicht wird (Visus, OCT) sowie bei Patienten mit persistierendem DME.
Mit der Konzentration von Zytokinen und der Morphologie im Zusammenhang mit der Implantation eines Steroids beschäftigte sich Prim. Univ.-Prof. Dr. Matthias Bolz. An einer Podiumsdiskussion von retinologischen Patienten-Fällen beteiligten sich auch Prim. ao. Univ.-Prof. Dr. Yosuf El Shabrawi, OA Dr. Michael Pascher und Frau Dr. Sonja Karst. Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Bernhard Steger zeigte neuropathische Aspekte des dysfunktionalen Tränensyndroms und setzte sich mit Behandlungsstrategien auseinander. Den rezeptierenden Arzt zwischen Generikum und Gelber Box führte OA Dr. Anton Hommer vor und verwies darauf, dass Österreich bei Generikaverschreibungen bereits über dem EU-Durchschnitt liegt und konservierungsmittelfreie Antiglaukomatosa in Österreich eher zurückhaltend verschrieben werden.
Über Erfahrungen mit dem Glaukomimplantat XEN an der Universitäts-Augenklinik Graz berichtete Priv.-Doz. Dr. Georg Mossböck. Seine Konklusion: XEN führt zu einer signifikanten Drucksenkung, verfügt über ein gutes Sicherheitsprofil, wichtig ist aber das postoperative Management. An einer
Glaukom-Kasuistik führte OÄ Dr. Ana Prinz den Zusammenhang von BMI und IOP vor. Nebst den bereits Erwähnten beteiligte sich auch OA Dr. Frank Storch an der vertiefenden Podiums-Diskussion zum Thema Glaukom.
Über die neue Rechtslage bei nicht einwilligungsfähigen Personen, die Bedeutung von Vorsorgevollmachten, die Rechte von Erwachsenenvertretern (früher Sachwalter) und Gesetzlicher Erwachsenenvertretern (nahe Angehörige) informierte Univ.-Prof. Dr. Helmut Ofner.
Nicolas Weber, Business Unit Director Ophthalmology Alpine beim Veranstaltungs-Sponsor Pharm- Allergan, informierte über die Marktposition des Unternehmens und die immensen Forschungsanstrengungen. So befinden sich allein im Bereich Ophthalmologie 20 Produkte in der
Pipeline. Allergan hat mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Augenheilkunde und trägt auch intensiv zur
Fortbildung der Ophthalmologen in Österreich bei. Die Augenheilkunde bleibt die Kernkompetenz
des Unternehmens.

Erstellungsdatum November 2017 | AT/0083/2017

Fotos: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger

 

 
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