20.04.2017

BEST: 16. Fortbildung bei den BBR Wien

Als Gastreferent sprach Prim. Prof. Dr. Stefan Mennel, Vorstand der Augenabteilung am Landeskrankenhaus Feldkirch über den Sinn von prophylaktischen Behandlungen von Netzhautdegenerationen und Netzhautdefekten bei der BEST-Fortbildung ("Barmherzige Brüder Eye Surgery Today") der Augenabteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien. Mennel empfiehlt neben der aktiven Prophylaxe mit Laser und Kryo eine passive Prophylaxe, die sich auf die Patientenaufklärung stützt. Als Risikofaktoren für die Entstehung einer Ablatio gelten Myopie, gittrige Degenerationen, Kataraktchirurgie und YAG-Kapsulotomie. Auch Patienten, bei denen eine prophylaktische Retinopexie durchgeführt wurde, können sich nicht sicher fühlen. Zwei bis vier Prozent von Ihnen entwickeln trotzdem eine Ablatio.

Gastgeber Prim. Prof. Dr. Michael Amon berichtete über aktuelle Entwicklungen der Augenabteilung des KH der BBR Wien und stellte in einer Close to live surgery einer Ablatio retinae das adjustierbare "Chandelier-System" vor. FA Dr. Wolfgang Geitzenauer. MSc, FEBO berichtete über den komplikationsreichen Verlauf einer DMEK mit Spätheilung nach Reintervention. Über Therapieoptionen bei Patienten mit postoperativem zystoiden Makulaödem informierte PD Dr. Georgios Mylonas, FEBO. Er referierte dabei auch die Ergebnisse einer Studie, in der die Abteilung die Wirksamkeit von intravitreal appliziertem Dexamethason-Implantat mit konventioneller intravitrealer Injektion von Triamcinolonacetonid bei Patienten mit postoperativem zystoiden Makulaödem verglichen hat. OA Dr. Frank Storch gab einen Überblick über Methoden der Glaukomchirurgie und berichtete über Erfahrungen, die in der Abteilung mit dem XEN 45 Gel Stent gesammelt hat. Storch sieht in der Micro-invasive Glaucoma Surgery (MIGS) eine minimal traumatische, effiziente Methode mit hohem Sicherheitsprofil und schnellem Heilungsprozess. Goldstandard bleibt die Trabekulektomie. Die Indikationsstellung für MIGS, Trabekulektonie oder Valve erfolgt individuell unter Berücksichtigung des Glaukomstadiums, der Compliance, des Risikoprofils, des Zieldrucks, der Lebenserwartung, der Anamnese und der Ausgangswerte. Erfolgreiche Glaukomchirurgie bedarf neben der individuellen Indikationsstellung einer exakten Durchführung des Eingriffs und einer konsequenten präoperativen Vorbereitung und Nachbetreuung.

Fotos: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger




























 

 



 
www.augenarzt.at