03.12.2016

ART-Pressekonferenz: "Augenklinik ohne Betten"

Die Vision einer "Augenklinik ohne Betten" entwickelte Univ-Prof. Dr. Ursula Schmidt-Erfurth, Leiterin der Wiener Universitäts-Augenklinik in einer Pressekonferenz zum bevorstehenden ART (Advanced Retinal Therapy) 2016-Kongresses.

Die moderne Augenchirurgie der Zukunft sei ambulant, schonend und effizient. Das bedeute: Schmerzfrei, nicht-invasiv, ohne Narkose und mit einem kurzen Aufenthalt an der Tagesklinik. „Das ist effizient für den Arzt bzw. Ärztin, für die Patienten, die gleich wieder nach Hause gehen können – und für das Gesundheitssystem, weil extrem kostensparend“, fasste Schmidt-Erfurth zusammen. Die Kataraktoperation habe bereits vor Jahren ihren Einzug in die Tageschirurgie genommen, nun stehe die letzte Bastion, die "komplexe Augenchirurgie", ebenfalls vor diesem Schritt.

„Die Möglichkeit, unmittelbar während der Operation im Live-Verfahren virtuelle Bilder der hauchdünnen Netzhaut zu haben und diskrete pathologische Veränderungen zu erkennen, erlaubt eine wesentlich sorgfältigere, schonendere und effizientere Augenchirurgie“, erläuterte dazu Univ.-Prof. Dr. Michael Georgopoulos. Eine Entwicklung zu minimal-invasiver Chrurgie mit geringeren Risiken sei auch bei der Hornhaut- und Glaukomchirurgie zu verzeichnen.

Univ.-Prof. Dr. Rupert Menapace setzt angesichts der wachsenden Zahl von Kataraktoperationen auf die Entwicklung der MICS (Micro Incision Cataract Surgery), dem Umstieg auf Tropfanästhesie und die "Teilautomatisierung" der Operation durch den Femtosekundenlaser als Zukunftstechnologie.

In mehren Vorträgen des ART Meetings am 3. Dezember werden Erfahrungen mit dem klinischen Management ambulanter Operationen in mehreren Ländern thematisiert und in einer Podiumsdiskussionen erörtern neben Opthahlmochirurgen auch Vertreter des KAV, der Krankenkasse und Gesundheitsökonomen die wirtschaftlichen Aspekte der out-patient surgery.

Info: www.artvienna.eu
Foto: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger

 
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